Hallo Menschen.
Am Freitag hatte ich ja meinen letzten Arbeitstag.
Ich nutze die Gelegenheit, um mein Praktikum mal Revue passieren zu lassen...
Im September habe ich angefangen dort zu "arbeiten". Das in Anführungszeichen, weil
ich die ersten zwei Wochen ABSOLUT nichts zu tun hatte. Und so richtig um mich gekümmert, machen wir uns nichts vor, hat sich auch keiner. WENN ich was zu tun hatte - und ich habe mich wirklich jedes Mal gefreut, wenn ich was machen konnte - hab ich mich immer direkt darüm gekümmert und war meistens auch schnell fertig. Was ja an sich eine gute Sache ist, nur leider hatte ich dann keine Aufgabe mehr und war mal wieder "arbeitslos". Ich hab echt keinen Schimmer, was die in mein Zeugnis reinschreiben wollen. "Susan hat viel Youtube geschaut und war oft auf StudiVZ." Ist auch so, kann ich nicht bestreiten, dass ich SEHR oft im Internet war - aber was hätte ich denn machen sollen? Däumchen drehen? Ich wurde oft blöd angemacht von wegen: "Sag mal, Susan arbeitest du auch mal?" Was ich SOWAS von unverschämt fand, zumal diese Personen nun wirklich KEINE AHNUNG hatten, was in unserem Büro überhaupt passiert. Natürlich hätte ich im Nachhinein gerne gesagt: "Ja dann gib mir was zu tun Mr.Oberschlau". Aber mit Schlagfertigkeit hab ichs nicht so. Und dann war ich ständig krank. Macht auch keinen guten Eindruck und die Lästermäuler in der Firma haben sich sicherlich ständig darüber ausgelassen. Das ist sowieso etwas, das ich auf den TOD NICHT AUSSTEHEN konnte. Diese ständigen Lästerreien, dass jeder über jeden herziehen musste. Ich hasse es. Ich dachte wirklich, dass Menschen sowas ab einem bestimmten Alter nicht mehr nötig haben - aber ich wurde eines Besseren belehrt. Dass ich nichts zu tun hatte und dass ich derbe enttäuscht vom Praktikum war hatte zur Folge dass ich psychosomatische Migräne bekommen habe. O_o Ohne Scheiß. So oft beim Arzt wie letztes Jahr war ich noch nie. Und keiner konnte was besonderes feststellen (zum Glück ne!) und ich wusste echt nicht, woher das kam, bis dann der eine Arzt, nach einem ausführlichen Gespräch, meinte: "Ich vermute das hat mit Ihrem Praktikum zu tun - vielleicht sollten Sie sich einen neuen Platz suchen." In den drei, vier Monaten war ich wirklich unglücklich mit... allem irgendwie. Das meistbenutze Wort bei Twitter war "Kacke" xD" btw. Und das Wort fasst die ersten Monate auch gut zusammen. Kacke - es war KACKE!!
Mitte Dezember war ich dann zu dem Entschluss gekommen, dass ich einfach mein Ding durchziehe und ich mir über die blöden Menschen keine Gedanken mehr machen sollte und hab eine "Daily Routine" entwickelt: Ankommen, Internet, Skizzen, Essen, Skizzen, Pause, Skizzen, ab 5 wieder Internet - zwischendurch Internet und wenns was zu tun gab, erstmal das wegarbeiten. Insgesamt hab ich drei größere Projekte während meines Praktikums gehabt: Geschenkpapier, eine Logoentwicklung und meine Mappe. Letzteres hat mir am meisten Spaß gemacht - logisch. Januar und Februar waren an sich aber ganz angenehm, muss ich sagen.
Was habe ich in der Zeit gelernt? Gute Frage.
Erwachsene sind im Grunde immer noch Kinder. Mit manchen Menschen kann man einfach nicht vernünftig reden und es ist besser sie zu ignorieren. Was andere von einem denken ist scheißegal. Manchmal darf man auch unverschämt sein. Wenn man dich blöd anmacht, weil du wenig redest, halt erst recht die Klappe. Die "scheißegal"-Haltung kann dich im schlimmsten Fall davor bewahren auszurasten. Und zuletzt: es ist einfacher 9 Stunden mit Männern in einem Raum zu sitzen, als mit Frauen. Die Lästerreien gingen nämlich erst immer dann los, wenn noch eine Frau im Raum war.
Schrecklich. Ich hasse Frauen... xD"
Klar war es auch echt lustig zwischendurch und ich habe ein Bild rausgesucht, das auch an den Kunder verkauft wurde und riesig groß in Dortmund zu sehen war. Ich habe Fotos für eine Website gemacht und ein Logo entwickelt, das auch Geld eingebracht hat. Ein paar Erfolge hatte ich schon. Aber die schlechten Seiten überwiegen leider.
Daher bin ich WIRKLICH froh, dass es vorbei ist.
Und ich habe noch was gelern, das wichtigste eigentlich:
Ich möchte selbstständige Illustratorin werden. Für immer in einer Agentur am Schreibtisch zu sitzen und Broschüren zusammen zu basteln würde mich auf Dauer töten. Klar werde ich das notwendiger Weise auch tun MÜSSEN, da selbstständig zu sein kein Zuckerschlecken ist. Wenn ich wirklich Illustratorin werde, wird es unglaublich schwer werden mir einen Namen zu machen, bzw überhaupt Aufträge zu bekommen.
Aber man weiß ja auch nicht, was das Studium so bringt, vielleicht entdecke ich ja noch ganz andere Berufe, die ich mir vorstellen könnte. Man weiß es nicht...
"Ungewiss deine Zukunft ist, Luke!"Isso!
Soviel dazu.
Da ich meine History auf dem PC im Büro vergessen habe zu löschen, könnte es sein, dass ein zukünftiger Praktikant auf meinen Blog stößt oder sogar ein Ex-Kollege.
Aber was solls .________________.